Suchmaschinen

Das Wissen über Suchmaschinen ist essenziell für SEO

Eine Suchmaschine ist ein Programm, mit dem du Dokumente finden kannst, die im Internet oder in einem Computer gespeichert sind. Durch die Eingabe eines Suchbegriffs werden möglichst relevante Dokumente oder Internetseiten als Ergebnisliste dargestellt. Diese Ergebnisse lassen sich dann einzeln mit einem Klick auf deren Überschrift anwählen.

Das Wissen über Suchmaschinen ist essenziell für SEO

Google als Marktführer aller Suchmaschinen

Die Suchmaschine Google ist Marktführer und derzeit die meistbesuchte Website weltweit. Sie existiert seit dem Jahr 1997 und ihr Namensursprung geht auf das Wort googol, eine 1 mit 100 Nullen, zurück; dies soll die Menge an Ergebnissen verdeutlichen, die Google im Internet finden kann. In der Standardeinstellung werden zehn Suchergebnisse pro Seite angezeigt, dazu Informationen über den Standort, die Telefonnummer und die Bewertung eines Geschäfts. Dadurch werden Verlinkungen zu anderen Services von Google, wie beispielsweise Google Maps oder Google Hangouts, vereinfacht. Beim Eintippen eines Begriffs werden bereits nach wenigen Buchstaben Vorschläge für die automatische Vervollständigung eines Begriffs gegeben. Dies soll die Suche beschleunigen oder den Suchenden zu viel gesuchten Wortkombinationen inspirieren.

Weitere Services von Google

Die Entwicklung des eigenen Browsers Google Chrome, der im Jahr 2008 veröffentlicht wurde, förderte seitdem die Nutzung der eigenen Suchmaschine deutlich. Das obere Adressfeld diente nun nicht mehr zur bloßen Eingabe von Internetseiten, sondern auch als Suchfeld zur Recherche, sodass die Internetseite www.google.com nicht mehr gesondert aufgerufen werden musste. Zusammen mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit machte diese Funktion den Browser zum Marktführer, der inzwischen nicht nur auf den meisten Computern und Laptops, aber auch auf nahezu allen Smartphones installiert ist.

Bing als Konkurrent von Microsoft

Im Jahr 2009 erschien die Suchmaschine Bing, die vom amerikanischen Softwarekonzern Microsoft entwickelt wurde. Sie zählt zusammen mit Yahoo und Google zu den drei meistbesuchten Suchmaschinen der Welt. Bing zeigt zusätzlich zur herkömmlichen Internetrecherche Bilder deutlich größer an als seine Konkurrenz. Diese Technik nennt sich „Modern Image Search“ und ermöglicht es, in den Ergebnissen der Suche ein Bild in seiner vollen Auflösung anzusehen. In China zensiert Bing seine Suchresultate und beugt sich somit den Bedingungen der chinesischen Behörden.

Datenschutz der Suchmaschinen

Bei der Nutzung einer Suchmaschine wie Google oder Bing werden alle Tastendrucke und Mausbewegungen von den jeweiligen Firmen aufgezeichnet. Der jeweilige Computer erhält beim ersten Besuch einer Rechercheseite eine eigene ID, der jegliche weitere Besuche auf der Suchmaschine zugeordnet werden. Wenn bei der entsprechenden Firma bereits Daten hinterlegt wurden und beispielsweise ein Google-Konto oder ein Microsoft-Account existiert, können den bereits bestehenden personenbezogenen Daten alle Suchvorgänge, die Tippgeschwindigkeit und zahlreiche weitere Informationen hinzugefügt werden. Somit können Charakteristika von Menschen und Persönlichkeitsbilder erstellt werden, die oftmals genauer sind, als sie die besten Freunde oder der eigene Lebenspartner darstellen könnten. Diese weitverbreitete Praxis wird regelmäßig von Datenschützern kritisiert und die Nutzer von Suchmaschinen sollten sich bewusst sein, dass alle Suchvorgänge akribisch aufgezeichnet und gespeichert werden.

Profit durch Werbeeinnahmen

Da die Nutzung der Suchmaschinen kostenlos ist, finanzieren sich deren Anbieter mit dem Schalten von Werbeanzeigen, sogenannten „Sponsored Links“. Durch die zahlreichen Daten, welche die Suchmaschinen von seinen Nutzern gesammelt haben, bietet sich die Möglichkeit, Werbung nicht nur einer bestimmten Personengruppe, die sich hinsichtlich Ort, Alter und Geschlecht definiert, anzuzeigen. Durch die detaillierten Persönlichkeitsprofile haben Firmen auch die Möglichkeit, beispielsweise Nutzer mit großer Angst vor Spinnen oder Menschen mit besonders hohem Geltungsbedürfnis gezielt anzusprechen. Diese Möglichkeiten machen den Suchmaschinenbetreiber mit der höchsten weltweiten Nutzung - derzeit Google - zur attraktivsten Werbefirma der Welt.

Kritik an Werbung von Suchmaschinen

Vielen Suchmaschinen ist die Einnahme von Geld durch Werbeanzeigen wichtiger als moralisch einwandfreies Handeln. Beispielsweise wird potenziell irreführende oder illegale Werbung selten unterbunden oder eigene Onlinedienste werden in den Suchvorgängen oft bevorzugt. Außerdem findet regelmäßig Klickbetrug statt, bei dem bestimmte Anzeigen massenhaft von programmierten Bots angeklickt werden, ohne dass ein spezielles Interesse am beworbenen Produkt besteht. Somit werden Werbebudgets von Konkurrenten gezielt schnellstmöglich aufgebraucht. Diese Praxis ist illegal und betrifft durchschnittlich etwa fünf bis zehn Prozent der gesamten Zugriffe auf eine Anzeige.

Suchen mit Kopf

Die Nutzung von Suchmaschinen macht Spaß und erleichtert das Surfen durchs Internet. Sei dir jedoch den Hintergründen und Geschäftsmodellen der Suchmaschinenbetreiber bewusst. Wenn du wirklich privat und ohne jegliche personenbezogenen Aufzeichnungen googeln möchtest, bleibt dir jederzeit die Option, einen öffentlichen PC zu nutzen.

Häufige Fragen und Antworten

Wie funktionieren Suchmaschinen?
Suchmaschinen filtern das Internet nach einem bestimmten Algorithmus. Wobei eine Suchmaschine streng genommen nicht das ganze Internet durchsucht, sondern nur das World Wide Web.
Warum und wie nutzen wir Suchmaschinen?
Suchmaschinen machen Informationen einfach handhabbar. Man hat sie zudem fast ständig parat. Fünf Milliarden Suchanfragen verarbeitet Google täglich.
Welche alternativen Suchmaschinen gibt es?
Bing. In allen Statistiken an zweiter Position liegt die Suchmaschine Bing aus dem Hause Microsoft. DuckDuckGo wirbt mit dem Slogan „Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt“. Weiterhin gibt es u.a. Ecosia, Gexsi, MetaGer, Qwant und Startpage.