Semantik

Die Semantik und ihre bedeutende Rolle im SEO

Semantische Analysen und sprachwissenschaftliches Wissen gewinnt gerade in Zeiten der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung.

Interkulturelle Vernetzung und Suchmaschinenoptimierung sind nur zwei beispielhafte Themen, bei denen der richtige Sprachgebrauch einen großen Einfluss auf den Erfolg hat.

Was man unter dem Begriff Semantik eigentlich versteht, welche grundlegenden Theorien es gibt und wie Du sie einsetzen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Semantik - was ist das?

Definiert wird dieser Begriff meistens als die Bedeutung von sprachlichen Zeichen.

Dabei gibt es eine ganze Reihe an Begriffen und Modellen, die verschiedene Ausdrucksweisen und Bedeutungen darstellen.

Ein wichtiger Faktor ist dabei die menschliche Sprachkompetenz.

Sie entscheidet unter anderem, ob die Ausdrucksweise semantisch akzeptabel ist oder nicht.

Die Semantik und ihre bedeutende Rolle im SEO

Zwei Sprachebenen: Syntagmatik und Paradigmatik

Darüber hinaus gibt es in der Sprachwissenschaft zwei verschiedene Sprachebenen: Die Paradigmatik und die Syntagmatik. Beide spielen bei der Definition und Verwendung von Semantik eine wichtige Rolle. Zu der sogenannten Paradigmatik gehören alle Elemente, welche in einem Satz oder Wortgefüge austauschbar sind. Das bedeutet, dass der Ausdruck auch ohne diese Elemente funktionieren würde. Bei der Syntagmatik geht es dagegen darum, wie die einzelnen Elemente einer Äußerung zusammenhängen. Sie beschreibt im Grunde genommen die semantischen Beziehungen der einzelnen Bausteine, die in einem Wortgefüge gemeinsam auftauchen können. Eine wichtige Basis für nahezu jedes Modell der Sprachwissenschaft ist das Modell des Sprachwissenschaftlers Saussure. Bekannt ist es unter dem Begriff der lexikalischen Semantik. Der Lautkörper wird in dieser Theorie auch als Signifikanz bezeichnet. Des Weiteren nennt Saussure das Konzept auch Signifie.

Die lexikalische Semantik nach Saussure

Es gibt keinen festgelegten Zusammenhang zwischen Significant und Signifie. Dieser ist laut Saussure komplett willkürlich und wird in der Sprachwissenschaft auch als „arbiträr“ bezeichnet. Dieses theoretische Konzept wird auch in der Praxis angewendet. Eine wichtige Rolle spielt es beim sogenannten Wortfeld, worunter man ein lexikalisches Paradigma versteht. Dieses Paradigma ist durch sogenannte Lexeme geprägt. Darunter versteht man Einheiten, welche durch einzelne Merkmale in Opposition zum Ausdruck stehen. In der Sprachwissenschaft werden diese Merkmale auch als Seme bezeichnet. Daraus ist auch der Begriff „Semanalyse“ entstanden, womit man die Analyse von Wortfeldern bezeichnet.

So funktioniert die Semanalyse von Wortfeldern

Wenn Du ein sogenanntes Wortfeld analysieren möchtest, dann besteht der erste Schritt darin, dass Du jedem Wort fällt einen Oberbegriff zuordnest. Dieser Oberbegriff beschreibt dann das Wortfeld und wird in der Fachsprache auch als „Archilexem“ bezeichnet. Die Seme dienen dazu, die Lexeme zu charakterisieren. Diese ordnest Du im besten Fall in einer Tabelle an. Wenn Du dabei ein Lexem findest, dass durch alle Seme geteilt werden kann, handelt es sich um ein sogenanntes „Archisem“.

Semasiologie und die Onomasiologie

Darüber hinaus gibt es zwei weitere Ansätze, mit denen Du Wortfelder analytisch betrachten kannst: Die Semasiologie und die Onomasiologie. Beim ersten Ansatz geht es um das Significant und seine Bedeutungen, während der zweite Ansatz vom inhaltlichen Kontext ausgeht und das Significant genauer analysiert. Die Lexeme, die Du aus einem Wortfeld auswählst, sind onomasiologisch, währende die Differenzierung der beiden Begriffe jedoch semasiologisch ist.

Klasseme

Des Weiteren sind die Merkmale in der semantischen Analyse universal. Einige von ihnen weisen eine so große Dominanz auf, dass Sprachwissenschaftler sie als universell bezeichnen. Darüber hinaus werden sie auch als „Klasseme“ definiert. So können sie besser von nicht universellen Merkmalen unterschieden werden. Klasseme können entweder fest, vertikal oder belebt sein und ihre Bedeutung wird meistens durch die Verwendung von Anführungszeichen dargestellt. Semantische Merkmale erkennst Du hingegen daran, dass sie häufig in eckigen Klammern stehen.

Wenn man die oben aufgeführten Modelle der Sprachwissenschaft auf die Informationsebene überträgt, dann kann Semantik zum Teil auch als die Bedeutung solcher Modelle angesehen werden. Bei einer reinen Zufallsfolge von Wortfeldern entsteht jedoch keine Semantik, da es hierbei keine Informationen gibt, welche durch die verwendeten Zeichen übertragen werden.

Merkmale von sprachlichen Zeichen

Da es sich bei der Semantik um eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft handelt, musst Du verstehen, was sprachliche Zeichen eigentlich ausmacht. Nur so kannst Du den Kern der Semantik greifen und anwenden. Zunächst bestehen sprachliche Zeichen aus vielfältigen Ausdrücken, welche verschiedene Laute mit einer Bedeutung verbinden. Auch schriftliche Zeichnen können in diesem Zusammenhang betrachtet werden.

Morpheme

Daneben gibt es die sogenannten „Morpheme“: Unter einem Morphem versteht man das kleinste bedeutungstragende Zeichen. Ein konjugiertes Verb ist somit beispielsweise das Morphem des jeweiligen Wortstammes eines bestimmten Begriffs. Darüber hinaus ist auch das ein synkretstische Amorphem eines Modus, eines Tempos oder einer Person ein Morphem dieser Art.

Wörter

Wenn Du statt der kleinsten bedeutungstragenden Einheit eher größere sprachliche Zeichen analysieren möchtest, dann gelangst Du zu Wörtern und Morphemen. Diese werden im Anschluss durch weitere Wörter, Satzglieder, Teilsätze, Sätze und letztendlich durch ganze Texte erweitert. Die Einheiten werden somit immer größer. Dennoch werden sie in der semantischen Analyse weiterhin als kleinste bedeutungstragende Einheiten betrachtet und analysiert. Grundbaustein der linguistischen Semantik und ihrer Analyse sind jedoch die Morpheme und die Wörter.

Die unterschiedlichen Bedeutungsebenen der Semantik

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der semantischen Analyse ist die Spezifikation von verschiedenen Bedeutungsebenen. Beispielsweise gibt es hier die Satzbedeutung und die Äußerungsbedeutung, welche separat voneinander betrachtet werden können. Ein weiterer Bestandteil der Sprachwissenschaft ist zudem die sogenannte Sprecherbedeutung. Der Fokus liegt in der sprachwissenschaftlichen Semantik jedoch auf der Satzbedeutung. Mit der Äußerungsbedeutung beschäftigen sich hingegen die Semantik und die Pragmatik.

Diachronische und die synchronische Perspektive

Nicht zuletzt kann die Semantik auch noch aus verschiedenen Perspektiven analysiert und beschrieben werden. Zu unterscheiden sind hierbei in erster Linie die diachronische und die synchronische Perspektive. Die diachronische Perspektive ist Vorreiter der lexikalischen Analyse nach Saussure. Sie war lange Zeit wichtiger Bestandteil der Sprachwissenschaft und spielt auch heute noch eine zentrale Rolle in der Linguistik. Sie ist großer Teil der historischen Perspektive und wird bei der Verengung, Erweiterung, Übertragung oder Verbesserung von Wörtern mit einbezogen.

Die historische Semantik und die linguistische Entwicklung vom Morphemen

Bei der historischen Analyse geht es hingegen um die Bedeutung von sprachlichen Zeichen, die in einem bestimmten Zeitraum verwendet werden. Aus diesem Grund werden sie auch als Werkzeuge der Kommunikation bezeichnet. Diachronische und synchronische Perspektiven schließen sich in der Semantik aber nicht aus, sondern können durchaus parallel zueinander verwendet werden. Dabei arbeitet die erst genannte Perspektive vorwiegend mit der Strukturiertheit des Wortschatzes. Ergänzt wird sie durch Erkenntnisse und Theorien der Sprachgeschichte. Der Bedeutungswandel der Zeit geht somit auch mit einem Wortschatzgliederungswandel einher. Dieser konnte in der Vergangenheit über die Zeit hinweg von Wissenschaftlern beobachtet werden. Dabei stellte sich immer wieder heraus, dass sich die Bedeutungen von Wörtern im Laufe der Jahre verändern. Insbesondere in der Etymologie wurde zu dem Thema in den letzten Jahren intensiv geforscht. Diese Forschungsarbeiten beziehen sich sowohl auf die Entwicklung von Morphemen als auch von Wörtern.

Die interkulturelle Semantik

Auch die interkulturelle semantische Theorie hat in den letzten Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt. Dies liegt nicht zuletzt vermutlich auch daran, dass Fremdsprachen im Zeitalter der Globalisierung immer wichtiger werden. Nur so können Unternehmen wirtschaftlich mithalten. Dabei spielt natürlich auch die virtuelle Kommunikation eine wichtige Rolle. Hierbei steht die technische Erfassung im Vordergrund, darüber hinaus werden aber auch interdisziplinäre Erkenntnisse aus anderen wissenschaftlichen Fachbereichen hinzugezogen. Als Grundbaustein der interkulturellen Kommunikation gelten die gleichen sprachwissenschaftlichen Voraussetzungen, womit auch eigenkulturelle Paradigmen verwendet werden. Die wichtigste Voraussetzung bei der interkulturellen Kommunikation ist selbstverständlich die Verständigung über die Bedeutungen der verschiedenen Morpheme und Wörter. Missverständnisse entstehen in erster Linie dadurch, dass der Wortschatz in Wörterbüchern unterschiedlich festgelegt ist und die Bedeutungen somit nicht einheitlich sind. In der Sprachwissenschaft bezeichnet man diese Art von Missverständnissen auch als semantisch bedingte Störungen. Hierdurch können sogar echte Konflikte entstehen, vor allem dann, wenn es sich um einen kulturspezifischen Wortgebrauch handelt. So können viele Begriffe und Bedeutungen gar nicht richtig in eine andere Sprache übersetzt werden. Verwenden Menschen anderer Kulturen dann solche Wortzusammenhänge, so kann der Inhalt vom Gegenüber schnell vollkommen fehlinterpretiert werden. Aus diesem Grund solltest Du bei der interkulturellen Kommunikation darauf achten, Wörter zu verwenden, bei denen die Bedeutung möglichst einheitlich ist.

Die funktionale Betrachtungsweise der Semantik

Bei diesem Ansatz geht es um die Verbindung zwischen Sprache und Denken. Die Sprachwissenschaft unterscheidet hierbei drei verschiedene Aspekte der Signifikanz: Die informationelle Signifikanz, die kognitive Signifikanz und die pragmatische Signifikanz.

1. Kognitive Signifikanz:

Als kognitive Signifikanz wird dabei der Zusammenhang zwischen Sprache und Denken beschrieben. Darunter versteht man die Tatsache, dass eine sprachliche Nachricht nur dann richtig verstanden werden kann, wenn der Empfänger die gedanklichen Strukturen repliziert. Das bedeutet, dass Du den Inhalt, den der andere vermutlich gedacht hat auf Deine eigenen Gedanken übertragen musst. Spricht der andere beispielsweise in einer Fremdsprache, die Du nicht kennst, so können durch das gesagte des Gegenübers keine Gedanken in Deinem Kopf entstehen. Die sprachliche Mitteilung erzeugt demnach kein Bild in Deinem Kopf, anders als bei Deiner Muttersprache.

2. Informationelle Signifikanz:

Die informationelle Signifikanz wird auch als referenzielle Theorie bezeichnet. Im Fokus steht hierbei die Beziehung zwischen dem Referenten und dem jeweils verwendeten Zeichen. Hierbei geht es immer um einen möglichen Zusammenhang.

3. Pragmatische Signifikanz:

Die pragmatische Signifikanz stellt dagegen den Zusammenhang zwischen der sprachlichen Bedeutung einer Äußerung und der Bedeutung einer Situation her. Auch die Pragmatik beschäftigt sich mit diesem Gegenstand. Da es in der semantischen Analyse häufig darum geht, der artige Zusammenhänge zu analysieren, lohnt es sich, hier genauer hinzuschauen. Dazu zählt beispielsweise auch die Betrachtung von Antonymen, Homonymen, Polysemen und Synonymen. Die Bedeutung dieser Begriffe soll im nächsten Absatz kurz veranschaulicht werden.

Antonyme

Unter den sogenannten Antonymen nehmen versteht man zwei Zeichen oder auch ganze Wörter, die im Grunde genommen das Gegenteil bedeuten.

Homonyme

Homonyme sind dagegen Wörter, die im Sprachgebrauch für unterschiedliche Begriffe stehen.

Polyseme

Den sogenannten Polysemen kommt eine ähnliche Bedeutung zu. Detailliert betrachtet, versteht man unter dem Fachbegriff Polysem eine große Bedeutungsvielfalt der Sprache.

Synonym

Den Begriff Synonym hast Du vermutlich schon einmal gehört. Darunter versteht man ein Wort, dass die gleiche Bedeutung wie ein anderes Wort hat. Synonyme bringen Vielfalt und Abwechslung in die Sprache, wobei in unterschiedlichen Kontexten häufig auch unterschiedliche Synonyme verwendet werden. Im Grunde genommen helfen Synonyme aber dabei, Wortwiederholungen zu vermeiden.

Die dynamische Semantik und die statische Bedeutungstheorie

Nicht zuletzt werden in der Sprachwissenschaft noch die dynamische Semantik und die statistische Bedeutungstheorie unterschieden. Darunter versteht man die Einheit im Hinblick auf eine ganzheitliche systemtheoretische Perspektive. Hierbei wird die Äußerung eines einzelnen Wortes oder eines kurzen Satzes in den entsprechenden Kontext transferiert. Die Linguistik beschäftigt sich seit 2000 Jahren mit solchen Theorien, wobei in einer früheren Zeit insbesondere die theoretische Betrachtung von Sprache im Vordergrund stand. Mittlerweile finden diese Erkenntnisse auch in vielen weiteren Bereichen Anwendung. Dazu zählen nicht nur therapeutische Maßnahmen zur Sprachentwicklung, sondern auch die Zusammenführung von Entitäten und Themen wie SEO und Google. Gerade die Suchmaschinenoptimierung im Web ist auf den Gebrauch von semantischen (=> semantsich? —> Keywort-Tippfehler) spezialisiert. Die Ergebnisse einer Google Suche hängen also maßgeblich von der Verwendung der jeweiligen semantischen Begriffe im Wörterbuch ab. Somit kann bei einem Artikel, der im Web publiziert werden soll, die semantische Analyse der Begriffe im Wörterbuch wichtiger als jegliche html Formatierung sein. Achte in Zukunft darauf, jeden Artikel aus einer semantischen Perspektive zu bearbeiten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.