Retargeting

Retargeting - Definition des Begriffs

Das Retargeting ist ein im Marketing verwendetes Verfolgungsverfahren von Nutzern. Der Begriff setzt sich aus den beiden englischen Wörtern Re (zu Deutsch: wieder) und Targeting (zu Deutsch: zielend) zusammen. Remarketing ist eine weitere übliche Bezeichnung. Betritt ein Besucher einen Webshop, erfolgt eine Markierung und das Schalten gezielter Werbung auf anderen Websites, die der Nutzer später besucht.

Retargeting

Durch das Betreten des Webshops hat der Nutzer sein Interesse an bestimmten Artikeln bekundet. Das Verfahren dient der Motivation des Besuchers, diesen Kauf zu tätigen und zum Webshop zurückzukehren. Ziele dieser Methode sind die Steigerung der Werberelevanz und die Erhöhung der Klick- und Konversionsrate.

So funktioniert das Retargeting im Marketing der Unternehmen

Social Media Unternehmen wie Facebook nutzen das Retargeting, viele andere Nutzer profitieren von dieser weitverbreiteten Methode im Online-Marketing. Sie zählt zu den personalisierten Targetingstrategien und lässt sich technisch per Cookies umsetzen. Die Website speichert auf den Computern der Besucher einen Cookie in Form einer kleinen Datei, die der Markierung dient. Einige Unternehmen realisieren das Retargeting ohne Cookies.

Das Retargeting kommt vielfach im E-Commerce zum Einsatz. Häufig sind es unscheinbare Bestandteile des Quellcodes der Seite, die den Cookie setzen. Das geschieht, wenn der Besucher die Website lädt. Der Vorgang findet im Hintergrund statt, der Anwender bemerkt nichts. Der Cookie ist dafür zuständig, die Daten an einen Adserver weiterzuleiten. Auf diese Weise erfolgt die Markierung und Weiterverfolgung der Nutzer.

Was ist ein Retargeting-Pixel?

In der Praxis existieren für den Retargeting-Pixel verschiedene Bezeichnungen wie Zählpixel oder Tracking-Pixel. Hierbei handelt es sich um einen Zähler, beim Ladevorgang der Seite zum Beispiel eines Webshops lädt dieser Pixel mit und löst damit die Zählung aus. Der Nutzer sieht den Pixel im Idealfall nicht, seine Größe beschränkt sich in der Regel auf 1 x 1 Pixel.

Auf dem Anzeigegerät des Besuchers ist der Pixel gründlich versteckt. Der Zählpixel ist häufig in der Hintergrundfarbe der Seite gestaltet oder transparent und damit unsichtbar. Technisch betrachtet handelt es sich um eine winzige Bilddatei, deren Ladevorgang ein Server registriert. Der Zählpixel stellt ein einfaches und häufig verwendetes Verfahren dar, die Besucherregistrierung durchzuführen.

Adserver spielen eine wichtige Rolle beim Retargeting

Unternehmen wie Facebook, Google und viele andere, die im Bereich Suchmaschinenmarketing und Social Marketing aktiv sind, setzen auf Methoden wie Cookies und Adwords und erzielen damit online eine Verbesserung ihrer Marketingstrategie. Neben dem Content der Website sind die eingesetzten Server relevant, diese heißen Adserver. Die Vorgehensweise ist davon abhängig, dass der Adserver die von den Cookies eingehenden Daten verarbeiten.

Der Adserver dient bei der Internetwerbung und dem Remarketing der Auslieferung und Erfolgsmessung. Der Begriff Adserver bezeichnet die physische Hardware und gleichzeitig die auf dem Server laufende Software. Der Adserver minimiert Streuverluste und liefert die Werbung an die relevanten Zielgruppen aus. Die Server verarbeiten den Adrequest und wählen aus einem Pool den passenden Werbebanner für die Anzeige auf dem Endnutzergerät.

Diese Ziele verfolgt das Remarketing

Ziel des online durchgeführten Marketings ist die Conversion. Die erfolgreichen Marketingbemühungen wandeln den Besucher des Shops oder der Website in einen Käufer oder registrierten Benutzer um. Welche Ziele das Remarketing verfolgt, hängt von der Art des Angebots und den Zielen des jeweiligen Betreibers oder Marketers ab. In jedem Fall ist eine Erhöhung der Conversion Rate gewünscht.

Das Remarketing zielt gerade auf Besucher ab, die nur wenig Zeit auf der Seite verbringen. Es ist im Internet der Normalfall, dass sich die Nutzer ein Angebot kurz ansehen. Das Unternehmen wünscht sich hingegen eine lange Verweildauer, damit die Kaufneigung steigt. Da es sich technisch nicht verhindern lässt, dass der Besucher die Seite wieder verlässt, lohnt sich dessen weiteres Tracking.

Diese Vorteile bietet Remarketing

Das Remarketing bietet mit der Verwendung von Cookies den Unternehmen online viele Vorteile für das Marketing. Nutzer von Website und Onlineshop verfolgt das Unternehmen, auch wenn diese die Seite verlassen haben. Der Betreiber verliert die Besucher nicht aus dem Blick und kann die nicht erfolgte Conversion später nachholen. Akteure wie Google oder Facebook machen sich das in Social Media zunutze.

Die Methode eignet sich hervorragend für Onlineshops. Deponiert ein Besucher Artikel in seinem Warenkorb und kauft diese nicht ein, lohnt sich die Weiterverfolgung über Cookies. Der Anbieter registriert, ob sich der Besucher eine bestimmte Kategorie im Webshop angesehen hat. Entsprechend lassen sich vom Adserver hierzu passende Werbebanner abfragen und auf anderen Seiten einblenden.

Das Remarketing bietet viele weitere Vorteile. Dazu gehören die Steigerung der Click-Through-Rate und die Erhöhung des Wiedererkennungswerts eines Anbieters. Die Click-Through-Rate (CTR) bezeichnet das Verhältnis von Klicks auf eine Anzeige zur Gesamtzahl der Aufrufe der Werbemittel wie Banner.

Diese Nachteile weist die Methode auf

Im Social-Media-Marketing und der Suchmaschinenoptimierung erfolgreiche Akteure wie Google oder Facebook sind sich der Nachteile des Retargetings bewusst. Dazu gehört, dass die Besucher eine Seite vielleicht deshalb schnell verlassen, weil sie das Interesse an einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleistung wieder verloren haben. In diesem Fall wäre es nicht sinnvoll, hierzu passende Werbebanner abzurufen.

Die Methode misst nicht das Interesse der Besucher. Es ist nicht möglich herauszufinden, warum ein Interessent den Webshop verlassen hat. Es besteht daher die Möglichkeit, dass sich der Nutzer durch die eingeblendeten Werbebanner gestört fühlt. Das gilt es beim Einsatz der Methode zu berücksichtigen. Erfahrene Marketer haben diese Schwierigkeiten und Fragestellungen im Blick.

Alternative technische Umsetzung des Retargetings durch Facebook

Facebook geht bei der Markierung der Nutzer einen abweichenden Weg. Das Unternehmen verzichtet nicht auf den Einsatz von Cookies, verwendet aber flankierende Methoden für das Nutzer-Tracking. Facebook geht weit über das Maß hinaus, in dem Anbieter normalerweise das Tracking umsetzen.

Häufig ist ein Tracking per Cookie nicht erforderlich, weil sich der Nutzer bereits in seinem Facebook-Konto angemeldet hat. Facebook erkennt bereits am Konto, ob es sich um einen wiederkehrenden Besucher handelt. Der Konzern setzt einen eigenen Pixel ein, den sogenannten Facebook-Pixel. Dieser ist Teil der Custom-Audiences-Tools.

Dieser Pixel kommt häufig beim Internetangebot von Zeitungsverlagen zur Anwendung. Die Anbieter wissen dank des Pixels, welche Artikel ein Facebook-Nutzer Seiten-übergreifend liest.

Retargeting aus Sicht der Verbraucher

Beim Retargeting handelt es sich um ein Verfahren, das online aus Sicht der Verbraucher wenig transparent ist. Der Besucher einer Website weiß nicht, dass eine Markierung stattfindet. Damit stellt sich die Frage, welche Daten die Cookies sammeln und übertragen und in welcher Form deren Weiterverarbeitung auf den Servern stattfindet.

Aus diesem Grund sind Cookie-Richtlinien erlassen worden, die Unternehmen wie Google oder Facebook und alle anderen dazu verpflichten, die Nutzer über den Einsatz von Cookies zu informieren. Bei Besuch der Website erfolgt eine Einblendung, die auf die Speicherung der Cookies hinweist. Der Benutzer wählt aus, welche Daten der Cookie erfassen darf. Die Unternehmen geben Kontrolle an die Besucher zurück.

Adwords und das Retargeting im Social Media und Suchmaschinenmarketing

In den Bereich des Retargetings fallen die Adwords von Google. Diese sind relevant für das Suchmaschinenmarketing. Adwords besitzen ihre Bedeutung im modernen Content Marketing und tauchen online in einem Artikel bzw. einem Text auf einer Seite auf. Adwords von Google sind im Social-Media-Marketing ein spezielles Werbesystem, bei dem sich die Werbung an den Suchergebnissen orientiert.

Google erlaubt den Nutzer von Adwords im Konto die Erstellung von Remarketing-Kampagnen. Der Konzern liefert die Anzeigen aus, wenn der Nutzer nach Begriffen sucht und sich dabei auf anderen Websites des Google-Displaynetzwerks befindet. Google spricht in diesem Zusammenhang von Displaykampagnen. Zudem ist es möglich, Remarketing-Listen für Suchnetzwerk-Anzeigen zu verwenden.

Die Adwords besitzen für das Marketing heute eine große Bedeutung. Die Einblendung von Werbung hängt entscheidend vom Content in einem Artikel ab, den ein Nutzer im Internet sucht. Im Social-Media-Marketing hängen online Retargeting, Content der Artikel auf einer Website und die Adwords zusammen. Wer Social-Media-Marketing nutzt und online Content bereitstellt, setzt sich mit Adwords auseinander.